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Schuhe für Pflegekräfte: der Praxisguide für Station und Pflegeheim

7 minVeröffentlicht am 06. Juli 2026
Bequeme Berufsschuhe für PflegepersonalGesundheit

10 bis 14 km pro Schicht, und niemand zählt mit

Eine Pflegekraft auf einer Krankenhausstation legt pro 12-Stunden-Schicht 10 bis 14 km zurück. Eine Pflegehilfskraft im Pflegeheim zwischen 8 und 12 km. Das sind Werte wie in der Gastronomie, mit einer zusätzlichen Belastung: den Hebe- und Transferbewegungen.

Patienten tragen, heben, umlagern. Das belastet Rücken, Knie und Hüften. Und alles beginnt bei den Füßen. Wenn der Schuh nicht hält und nicht stabilisiert, kompensiert der Körper. Nach 20 Berufsjahren hat der Körper genug vom Kompensieren.

Die besonderen Anforderungen im medizinischen Umfeld

  • Hygiene: Die Böden werden laufend mit antiseptischen Mitteln gewischt. Der Schuh muss das aushalten, ohne Schaden zu nehmen.
  • Rutschhemmung: Nasse Krankenhausböden gehören zu den rutschigsten Böden überhaupt.
  • Komfort über 12 Stunden: nicht 8, nicht 10. 12 Stunden im Stehen, manchmal mehr.
  • Schnelles Anziehen: Im Notfall zählt jede Sekunde.
  • Reinigbarkeit: Der Schuh muss sich bei Spritzern schnell abwischen lassen.

Was wir viel zu oft sehen

Crocs. Plastikclogs. Sportschuhe ohne Zertifizierung. Die Gründe sind nachvollziehbar: schnell angezogen und günstig. Aber sie halten den Fuß nicht, schützen nicht vor dem Ausrutschen und verformen sich innerhalb weniger Wochen.

Die Fluktuation in der Pflege ist ohnehin enorm. Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Krankschreibungen. Wer in Schuhe investiert, investiert in die Bindung seines Personals.

Die Auswahlkriterien für die Pflege

  • SRC-Zertifizierung: Die Böden sind ständig nass, hier gibt es keinen Kompromiss
  • Lederfutter: Hygiene und Feuchtigkeitsregulierung über 12 Stunden
  • Herausnehmbare Innensohle: kompatibel mit orthopädischen Einlagen (viele Pflegekräfte tragen welche)
  • Vollnarbenleder: hält Reinigungsmitteln stand und lässt sich leicht abwischen
  • Fester Fersenhalt: Stabilität bei Patiententransfers

Pflegeheim oder Station: unterschiedliche Bedürfnisse

Eine Pflegehilfskraft im Pflegeheim reiht Waschungen, Transfers und Wechsel aneinander: viel Heben, oft feuchte Böden, ständiges Pendeln zwischen Zimmern und Fluren. Fersenhalt und Rutschhemmung stehen an erster Stelle.

Eine Pflegekraft auf Station geht mehr: Das Kilometervolumen und der Schutz vor Spritzern wiegen schwerer. In beiden Fällen lässt eine herausnehmbare Innensohle Platz für eine vom Podologen verordnete Einlage, was in diesen Berufen häufig vorkommt.

Warum das auch die Einrichtungen betrifft

Krankenhäuser und Pflegeheime stehen vor derselben Frage wie die Hotellerie: Schuhe zu stellen ist eine PSA-Pflicht, sobald ein Rutschrisiko festgestellt ist. Auf einer Pflegestation ist das immer der Fall.

Schuhe in die betriebliche Gesundheitspolitik aufzunehmen ist ein starkes Signal an die Teams. Und ein konkreter Hebel, um Ausfälle durch Muskel-Skelett-Erkrankungen zu senken.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie viele Kilometer geht eine Pflegekraft pro Tag?

Zwischen 10 und 14 km pro 12-Stunden-Schicht auf einer Krankenhausstation. Eine Pflegehilfskraft im Pflegeheim kommt auf 8 bis 12 km.

Sind Crocs im Krankenhaus geeignet?

Nein. Crocs halten den Fuß nicht, sind nicht rutschhemmend zertifiziert (SRA/SRC) und schützen nicht vor Spritzern. Sie sind praktisch, aber den Sicherheitsanforderungen nicht gewachsen.

Welche Karl & Max Schuhe für Pflegepersonal?

Der Skoffier (SRC-Ledersneaker) für Stationen mit viel Laufarbeit. Die Simonetta oder die Olivia für Positionen mit mehr Patientenkontakt, bei denen auch das Erscheinungsbild zählt.

Muss der Arbeitgeber die Schuhe einer Pflegekraft stellen?

Sobald ein Rutschrisiko festgestellt ist, und das ist auf Pflegestationen der Fall, gelten rutschhemmende Schuhe als PSA und die Einrichtung muss sie stellen. Viele Pflegeheime und Kliniken arbeiten mit einem jährlichen Budget pro Mitarbeiter.